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23-01-12 09:34 Alter: 31 days

Frauen: Zuerst Flop, dann Top

Die 4.-Liga-Mädels des HC Bruggen sind mit einem 23:18-Erfolg gegen Brühl in die zweite Saisonhälfte gestartet. Nach ansprechendem Beginn brockte sich das Team mit einer ungenügenden Vorstellung bis zur Pause einen 9:12-Rückstand ein – zeigte in der zweiten Halbzeit aber eine beeindruckende Reaktion.

Rund eine Viertelstunde lang plätscherte das Spiel in der Kreuzbleiche vor sich hin, ohne dass sich an der Ausgangslage etwas geändert hätte. Brühl glich unsere 5:3-Führung bald wieder zum 6:6 aus, und irgendwie zeigten wir dabei so gar nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Unserer Verteidigung fehlte es an Leidenschaft und Emotionen, und vom erhofften Tempospiel, das wir erstmals in dieser Form anwenden wollen, war nicht einmal ansatzweise etwas zu erkennen. Als dann Katrin auch noch verletzt vom Feld musste, ging zusätzlich noch so etwas wie ein kleiner Bruch durchs Team, den die cleveren Brühlerinnen sofort zum Ausbau der Führung ausnutzten. Unser Fokus und unsere Gedanken waren irgendwo und überall – nur einfach nicht dort, wo sie sein sollten. Fehlpass hier, Ballverlust dort. Und so lagen wir zuerst 6:9, zur Pause dann mit 9:12 im Hintertreffen – und hatten uns diese Suppe mit unserem schwachen Auftritt gleich selbst eingebrockt.

Die Pause kam für uns genau im richtigen Moment, und der Weckruf in der Kabine verfehlte seine Wirkung nicht. Unser Team kam wie verwandelt auf das Feld zurück. In der Verteidigung wurde endlich gekämpft und zusammengearbeitet. Brühl fand gegen unser agiles und aggressives 5-1-System kein probates Mittel mehr – während wir die Ballgewinne nun konsequent für ein schnelles Konterspiel nutzten. So machten wir aus einem 9:13 innert wenigen Minuten ein 13:13, und gingen kurz darauf gar mit 19:15 in Führung. Die Brühlerinnen waren zu keiner Reaktion mehr fähig, während wir, angetrieben von den fanatischen Fans auf der Tribüne, unser Spiel durchzogen und vor allem aus der zweiten Welle heraus immer wieder erfolgreich waren. Dafür, dass wir dies erstmals so praktizierten, klappte es mit dem Tempospiel nach der Pause schon ganz erstaunlich. Am Ende stand für uns ein hart erkämpfter, aber hochverdienter 23:18-Sieg.

Fazit: Wir haben in der ersten Halbzeit einen Schuss vor den Bug bekommen, denn Brühl hat unsere Fehler rigoros ausgenutzt. Lerneffekt: Wir können es uns einfach nicht leisten, nur mit halber Leistung und ohne vollen Einsatz in eine Partie zu gehen. Dass wir es aber geschafft haben, den Schalter in der Pause doch noch umzulegen und den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen, war ganz grossartig. Das Kriegsbeil wurde nach der Pause doch noch ausgegraben... ;-)

Ellä, 23. Januar 2012











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