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31.03.2012 / HC Stammheim - HC Bruggen 11:29 (2:16) / Stammertal, Stammheim

Ein krönender Abschluss – mit Steigerungspotenzial

Die HCB-Frauen haben ihre bisher erfolgreichste Saison mit einem 29:11-Sieg in Stammheim abgeschlossen. Weil der direkte Konkurrent um den ersten Platz, die SG Unterland/Buchs-Vaduz, gleichzeitig gegen Thayngen Federn liess, haben die Brögglerinnen die Gruppe vorzeitig gewonnen.

Die Frage vor dem abschliessenden Spiel beim Tabellenletzten war für die Brögglerinnen eigentlich nicht mehr ob, sondern nur wie sie das Spiel gewinnen würden. Als neue Herausforderung haben wir in der ersten Halbzeit dabei erstmals eine offensive Deckungsvariante probiert – und das mit erstaunlichem Erfolg. Zwar kassierten wir mit dem ersten Gegenangriff gleich einen Treffer, doch danach begannen sich die neuen, deutlich weiteren Laufwege schon prima einzuprägen. Wir machten hinten nicht nur den Laden dicht, sondern gewannen auch zahlreiche Bälle für unser Konterspiel. Vorne kamen wir so immer wieder zu einfachen Treffern, auch wenn unser Flügel- und Kreisspiel noch viel Luft nach oben hatte. Dennoch traten wir insgesamt mit viel Power auf und fanden immer wieder die erhofften Lücken. Die Deckung des HC Stammheim wusste oft nicht, wie ihr geschah, und als sie nach 30 Minuten von der Pausensirene endlich erlöst wurde, lagen wir schon mit 16:2 in Führung.

Einer der besten Halbzeiten der Saison folgte danach aber eine der schwächeren – dafür mit einem grossen Lerneffekt. Die Mädels nahmen sich vor, unbedingt die 30-Tore-Marke zu knacken. Mit diesem Ziel vor Augen vergassen sie jedoch die nötigen Aufgaben auf dem Spielfeld. Unsere Deckung, und in der Folge auch unser Mannschaftsgefüge fielen auseinander. Wir machten völlig ungewohnt die Räume auf, schauten einander gegenseitig zu, und ermöglichten den nun kecken Stammheimerinnen eine völlig offene Partie. Zwar konnte der Gegner gegen unser Offensivspiel weiterhin nicht viel ausrichten, doch der sonst gewohnte Fluss in unserem Auftritt ging verloren. So war es irgendwie auch in Ordnung, dass es dann mit dem 30. Treffer nicht mehr klappte, obwohl die Chance mehrmals dagewesen wäre. Mit dem Auftritt in der zweiten Hälfte hätten wir uns diese Belohnung aber auch nicht wirklich verdient. Das soll jedoch keineswegs die insgesamt gute, in der ersten Halbzeit sogar ausgezeichnete Leistung schmälern. Freuen wir uns also lieber darüber, dass wir trotz des höchsten Siegs in der Geschichte dieses Teams noch Steigerungspotenzial haben.

Mit dem 29:11 in Stammheim ging für die HCB-Frauen die Saison 2011/2012 zu Ende. Nach der kleinen Enttäuschung vor Weihnachten mit dem Verpassen der Finalrunde endete sie höchst erfreulich. Die letzten sechs Spiele haben wir allesamt gewonnen – und den ersten Platz am Saisonende haben wir uns mehr als redlich verdient. Es ist für mich denn auch sehr beeindruckend, was für eine Konstanz und was für ein Selbstverständnis sich in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Und auch die Stabilität ist erstaunlich: So fielen die Ausfälle von Leistungsträgerinnen wie Selina oder Sabine zuletzt überhaupt nicht mehr ins Gewicht – andere sind in die Bresche gesprungen. Und auch wenn man es den Resultaten nicht wirklich ansieht: Unsere Gegnerinnen haben uns in den letzten Wochen immer wieder vor neue Aufgaben gestellt, die wir aber allesamt mit Bravour lösten. So lagen wir beispielsweise in Thayngen nach 40 Minuten noch mit zwei Toren zurück, gewannen am Ende aber dennoch sicher mit 22:15. Was dieser Erfolg wert war, wird erst jetzt offensichtlich: Die SG Unterland/Buchs-Vaduz hat beim gleichen Gegner deutlich verloren. Wir hingegen zogen unser Ding bis zum Ende durch. Dafür gebührt dem Team ein riesiges Kompliment.

Ellä, 2. April 2012

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24.03.2012 / HC Bruggen - HC Turbenthal 22:8 (12:5) / Kreuzbleiche

HCB-Frauen: Saisonsieg Nummer zehn

Mit einem 22:8-Heimsieg gegen das zuvor Viertplatzierte Turbenthal unterstrichen die HCB-Frauen am Samstag ihre Ambitionen auf den Gruppensieg. Am Ursprung des diskussionslosen Erfolgs stand einmal mehr die hervorragende Defensivarbeit. Nun braucht es am nächsten Samstag in Stammheim neben zwei Punkten wohl auch noch ein paar Tore, um den Platz an der Sonne zu sichern.

Gegen den eigentlich soliden Gegner aus dem Zürcher Oberland erwischten wir einen ordentlichen Start und legten standesgemäss drei Tore vor, doch dann kam Sand in unser Getriebe. Die Fans wurden Zeugen eines wahren Fehlpass-Festivals, welches darin gipfelte, dass Turbenthal nach etwas mehr als zehn Minuten wieder den Anschluss zum 2:3 schaffte. Unsere Deckung stand zwar ganz okay, doch in der Offensive war kaum jemand bereit, die Verantwortung zu übernehmen – und wenn doch, trafen wir meist die falschen Entscheidungen. Ein Time-out brachte dann aber den Umschwung. Wir strebten den Torerfolg mit deutlich mehr Konsequenz an, liefen mehrere schöne Konter und bauten die Führung aus. Zur Pause stand es bereits 12:5. Und es sollte gar noch besser werden.

Was wir nämlich in der ersten Viertelstunde nach der Pause in der Verteidigung veranstalteten, war nahe an der Perfektion. Unsere Mädels packten im agilen 5-1-System zu, machten die Räume eng und halfen einander überall aus. Was aus der zweiten Reihe trotzdem aufs Tor kam, wurde eine sichere Beute für die starke Katrin. Und so machten wir den Laden dicht. Ganze 17 Minuten dauerte es, bis wir den ersten Gegentreffer in der zweiten Halbzeit hinnehmen mussten. Vorne erzielten wir mehrere wunderbar herausgespielte Treffer, und so stand es bald einmal 18:5. Als sich Selina dann leider am Fuss verletzte und wir viel wechselten, ging der Schwung etwas verloren. So glich sich das ganze Geschehen in den letzten zehn Minuten noch etwas aus. Am hochverdienten Sieg änderte dies aber selbstredend nichts mehr.

Am Samstag in Stammheim haben wir es nun selbst in der Hand, die grossartige zweite Saisonhälfte noch krönend abzuschliessen. Mittlerweile haben wir fünf Spiele in Serie gewonnen, und das 22:8 vom Samstag war bereits der zehnte Erfolg der Saison – beeindruckend. Vor heimischem Publikum sind wir im Jahr 2012 gar noch unbesiegt. Um die Gruppe zu gewinnen braucht es nun aus dem letzten Spiel neben zwei Zählern wohl auch noch ein paar Treffer für die Tordifferenz. Unser direkter Konkurrent, die SG Unterland/Buchs-Vaduz, dürfte am Ende wohl nämlich punktgleich dastehen. Und mit dem Ziel vor Augen freuen wir uns auf die letzte Herausforderung der tollen Saison.

Ellä, 27. März 2012

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17.03.2012 / HC Kaltenbach - HC Bruggen 9:25 (5:13) / Stockwiesen, Thayngen

HCB-Frauen: Der ganz normale Wahnsinn

An einer Modeschau hätten wir wahrscheinlich nicht gewonnen. Dafür auf dem Handballfeld. Auch vom zweiten Reisli nach Schaffhausen innert sieben Tagen kamen wir mit zwei Punkten zurück. Beim 25:9 gegen Kaltenbach feierten die Brögglerinnen dabei ihren höchsten Sieg. Fazit: Die alten, weissen Trikots sind vielleicht zu gross, schmutzig und verwaschen – aber sie bringen Glück.

Mittlerweile sind es für die HCB-Frauen schon vier Erfolge in Serie. Dass es gegen Kaltenbach am Ende aber sogar zum Kantersieg reichte, war nicht selbstverständlich. Weil am Samstag unsere Goalies Katrin und Melissa unabkömmlich waren, stellte sich für einmal Rahel ins Tor. Und weil Sabine, unsere zweite Linkshänderin, ihre angeschlagene Schulter schonte, mussten wir halt auf dem Feld alles mit rechts erledigen. Diesmal waren wir aber von der ersten Minute an parat, und das, obwohl das Warm-Up ziemlich chaotisch verlief. Rahel konnte sich einfach nicht entscheiden, ob sie nun die Knieschoner anziehen sollte oder nicht, und die U15-Erfolgstrainerinnen Antonia und Silvia trafen direkt aus Rorschach mit etwas Verspätung ein. Das Passen erledigten wir draussen in der Dunkelheit, aber weil es in der Halle mit schummrigem Licht auch nicht viel heller war, kam das gar nicht so drauf an. Wie dem auch sei: Unser 5-1 stand von Beginn weg prima und hatte den Gegner gut im Griff. Vorne durchlebten wir zwar Höhen und Tiefen, trafen aber immer wieder ins Netz und führten schon zur Pause mit 13:5. Selina Lehner erzielte schöne Tore vom Kreis, Silvia flog mal wieder quer durch die Verteidigung und Aisha fand sogar dort Löcher in der Deckung, wo ich sie selbst nie vermutet hätte.

Die zweite Halbzeit verlief ganz ähnlich. Unsere Deckung stand sogar noch einen Tick besser und Rahel entschied sich mit schönen Paraden irgendwann, doch am liebsten gar keine Tore mehr zuzulassen. Passierte es trotzdem, investierte sie ihre überschüssige Energie in einen Spurt, um das schnelle Anspiel in der Mitte gleich selbst auszuführen. Lara überraschte uns mit einem unglaublichen Spurt in den Gegenstoss, als sie plötzlich als erste ganz vorne war. Weil sie dann den Pass aber locker lässig mit einer Hand fangen wollte, lief sie halt auch wieder zurück. Auf der anderen Seite rannte Marina am Flügel auf und ab und überlistete den Goalie mit einem gekonnten Heber. Selina Weisskopf traf sogar dann ins Tor, als sie gar nicht mehr wollte, und Tanja berechnete den juristisch korrekten Winkel, um den Ball vom gegnerischen Block ins Tor ablenken zu lassen. Antonia erklärte den Schiedsrichtern die Regeln, und als sich Ivana nach gutem Zureden ein Herz fasste und den Ball aus gefühlten 15 Metern unter die Latte knallte, waren die Trikots längst vergessen. Toll war, dass wir vor allem in der Defensive trotz des Vorsprungs nie nachliessen und unser Spiel durchzogen. So machte Rahel in den letzten Minuten den Laden dicht. Aber obwohl die optimistische Lara auch zwei Minuten vor Schluss noch auf dreissig Tore hoffte, reichte es erneut nicht ganz. Dafür war unsere Chancenauswertung nicht gut genug. Es blieb aber wirklich der einzige Wermutstropfen.

Zwei Spiele vor Schluss grüssen wir in der Platzierungsrunde weiterhin von der Tabellenspitze, und das wollen wir uns natürlich nicht mehr nehmen lassen. Am nächsten Samstag (18.30 Uhr, Kreuzbleiche) folgt gegen Turbenthal unser letztes Heimspiel. Dann hoffentlich wieder mit der berüchtigten Südkurve. Und dann auch wieder mit unserer Verteidigungsspezialistin Hannah. So, jetzt habe ich – wie versprochen – alle im Bericht erwähnt. Zu guter Letzt erklärte uns Hanspeter im McDonalds, dass ihm sein Chef über Video die ganze Zeit zusehen könne, was dann Tanja grad recht paranoid machte. Der ganz normale Wahnsinn mit den HCB-Frauen nahm seinen Lauf. So geht das.

Ellä, 18. März 2012

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10.03.2012 / HV Thayngen - HC Bruggen 15:22 (10:10) / Breite, Schafffhausen

HCB-Frauen trotz Rückstand zum Sieg

Die Frauen des HC Bruggen haben in der 4.-Liga-Platzierungsrunde im sechsten Spiel den fünften Sieg gefeiert. Am Samstag setzten sie sich auswärts gegen Thayngen deutlich mit 22:15 durch – und das, obwohl sie sich in der ersten Halbzeit nach durchzogenem Start einen Vier-Tore-Rückstand einhandelten.

Die ersten Minuten der Spiele sind derzeit nicht unsere Stärke. Vor allem offensiv dauerte es auch in Schaffhausen (zu) lange, bis wir endlich auf Touren kamen. Und weil Thayngen unsere anfängliche Lethargie in der Verteidigung gut ausnütze, lagen wir nach 20 Minuten plötzlich mit 4:8 im Hintertreffen. Die Deckungsumstellung von 6-0 auf 5-1 war dann aber das richtige Mittel, um ins Spiel zu finden. Es war aber weniger das System, als vielmehr die Einstellung, die den Unterschied ausmachte. Standen wir zu Beginn meist isoliert und einsam in der Deckung, machten wir nun endlich miteinander die Räume eng und packten zu. Die Schaffhauserinnen, die vor allem aus dem Rückraum gefährlich waren, fanden nicht mehr so einfach in gute Abschlusspositionen und blieben nun wiederholt hängen. In Ballbesitz bewegten wir uns nun deutlich besser, und Marina brachte uns mit drei Treffern vom Flügel fast im Alleingang wieder heran. Mehr noch: Dank mehreren guten Kontern gingen wir gar vor der Pause erstmals Führung, mussten dann Thayngen aber noch den Ausgleich zum 10:10 zugestehen.

Wer nun dachte, wir würden den Schwung in die zweite Halbzeit mitnehmen, sah sich getäuscht. Zwar arbeitete unsere Deckung  im gesamten zweiten Durchgang hervorragend – vor allem Hannah stopfte im 5-1 auf der Mitteposition alle Löcher –, doch weil wir unsere zahlreichen guten Chancen in der Offensive nicht verwerteten, lagen wir nach 40 Minuten schon wieder mit 10:12 zurück. Dann aber brachen wir endlich den scheinbaren Bann, glichen innert kurzer Zeit aus und liessen uns in der Folge nicht mehr vom Weg abbringen. Wir zeigten in der letzten Viertelstunde sowohl vorne als auch hinten eine wirklich starke Teamleistung und bauten die Führung kontinuierlich aus, erst auf 19:14 und dann auf 22:15. Wir waren von allen Positionen gefährlich und liessen uns auch von der Spezialbewachung auf Silvia, die ein starkes Spiel machte, nicht mehr beirren. Eine blitzsauber vorgetragene "Renata" und schliesslich ein Penalty nach einer wunderbar herausgespielten Chance besiegelten den am Ende noch überraschend deutlichen, aber durchaus verdienten Erfolg.

Ellä, 11. März 2012

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03.03.2012 / HC Bruggen - HC Neftenbach 20:8 (5:3) / Athletik Zentrum

Die HCB-Frauen siegen weiter

Mit einem 20:8-Heimsieg gegen Neftenbach haben die HCB-Mädels in der Platzierungsrunde die Tabellenspitze zurückerobert. Der hervorragenden Defensive stand am Samstagabend eine vor allem in der ersten Halbzeit schlechte Chancenauswertung gegenüber. So blieb es bis zum 5:3 (!) zur Pause spannend.

Die erste Halbzeit war wahrlich nichts für Handball-Feinschmecker. Zwar stand unsere 6-0-Deckung bombensicher und liess dank dem massiven Mittelblock so gut wie keine gegnerischen Chancen zu, doch im Angriff sündigten wir immer wieder aus besten Positionen. So führten wir zwar bald mit 3:1, doch dann war in Bezug auf das Toreschiessen auf beiden Seiten vorerst Sendepause. Was wir dabei an besten Möglichkeiten vergaben, war nicht mehr an zwei Händen abzuzählen. Total vier Penaltys, zahlreiche Gegenstösse oder auch gute Gelegenheiten aus dem Positionsspiel endeten entweder an der Torumrandung oder bei der in der ersten Halbzeit gut agierenden, flinken gegnerischen Keeperin. Als wir kurz vor der Pause in der Deckung etwas nachliessen, kam Neftenbach noch einmal auf 3:4 heran und schöpfte Hoffnung, doch mit der Pausensirene erhöhten wir das Skore immerhin wieder auf 5:3. Es hätte aber gut und gerne auch schon 15:3 stehen können. Oder vielleicht sogar müssen.

Was uns in bis zur Pause nicht gelang, holten wir in der zweiten Halbzeit nach. Nach dem 6-0 funktionierte auch unser 5-1 hervorragend. Neftenbach fand gegen unseren Abwehrverbund schlicht kein Mittel und sah seine Distanzschüsse immer wieder von Katrin abgewehrt. Dank unseres breiten Kaders und der vielen Wechsel konnten wir das Tempo über die gesamten 60 Minuten hoch halten, was sich dann endlich auch resultatmässig auszuzahlen begann. Aus dem 5:3 machten wir innert 20 Minuten ein 15:4 – und das, obwohl wir uns den Luxus leisteten, erneut zahlreiche beste Gelegenheiten auszulassen. Hervorzuheben waren aber zwei positive Gegebenheiten: Erstens zeigten wir eine über das ganze Spiel gesehen nahezu fehlerfreie Defensivleistung. Unsere Frauen packten kompromisslos zu, machten die Räume eng und gingen vor allem im 5-1 im zweiten Durchgang die nötigen weiten Wege, um sich gegenseitig zu helfen. Und zweitens wird das Umschalten von Defensive auf Offensive nach dem Ballgewinn immer schneller. Was wir aber noch lernen müssen, ist, in der schnellen Vorwärtsbewegung cleverer zu agieren. Noch immer gehen zu viele Bälle verloren, oder es fehlt die Geduld, um auf die wirklich guten Chancen zu warten.

Am Ende feierten wir einen nie gefährdeten und auch in der Höhe verdienten 20:8-Sieg. Erneut war es beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit wir die beiden Punkte letztlich einfuhren. Wie schon im vergangenen Spiel gegen Arbon (26:17) blieben wir aber in der ersten Halbzeit weit unter unseren offensiven Möglichkeiten. Einmal mehr haben wir bewiesen, dass unsere Deckung an einem guten Tag nahezu unüberwindbar ist. Nun müssen wir einfach noch lernen, uns für den grossartigen Auftritt in der Verteidigung in der Offensive auch mit den nötigen Toren zu belohnen.

Ellä, 4. März 2012

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19.02.2012 / HC Bruggen - HC Arbon 26:17 (8:7) / Kreuzbleiche

HCB-Frauen: Gelernt und gewonnen

Dank einem 26:17-Heimsieg gegen Arbon sind die HCB-Frauen zurück an der Tabellenspitze. Das Lernen stand dabei aber klar im Vordergrund – darum haben wir uns drei Ziele gesetzt: Erstens wollten wir die 5-1-Deckung weiter üben, zweitens die schnelle Angriffsauslösung trainieren und drittens immer positiv bleiben und das Feld nach dem Spiel mit einem breiten Grinsen im Gesicht verlassen. Das Erste klappte nicht schlecht, aber es gibt noch viel zu tun. Das Zweite wurde im Lauf der Partie immer besser. Und das Dritte haben wir dank der starken zweiten Halbzeit absolut erreicht.

Die erste Halbzeit war irgendwie typisch für einen Sonntagmorgen – und grad auch noch während der Fasnacht. Wir trugen zwar keine seltsamen Gewänder, aber wir irrten vor allem in der Offensive so ziemlich planlos umher. Obwohl wir früh mit 3:0 führten und die Deckung einigermassen gut stand, war doch irgendwie der Wurm drin. Die schnelle Angriffsauslösung endete nach Fehlpässen oftmals schon bevor sie überhaupt begonnen hatte. Wir taten uns gegen das gegnerische 5-1 gewohnt schwer, weil viel zu wenig Bewegung in unserem Angriff war und wir erneut nicht die Geduld hatten, auf die guten Torchancen zu warten. Der nicht wirklich massive Abwehrverbund der Arbonerinnen verleitete uns dazu, immer wieder überhastete Abschlüsse zu nehmen, die bestenfalls Halbchancen waren und dann eben den Weg ins Tor nicht fanden. Nachdem ich mit einem eigenen Time-out den Gegner wieder ins Spiel brachte – ja, ich war auch an der Fasnacht –, dümpelte die Partie bis zur Pause vor sich hin. Weil wir aber hinten trotz des noch wenig eingespielten Systems ziemlich gut arbeiteten, gingen wir dennoch mit einer knappen 8:7-Führung in die Pause.

Die Steigerung in der zweiten Halbzeit war dann enorm. Wir schafften endlich das, was wir uns vorgenommen hatten und bestimmten das Tempo der Partie selbst, statt uns wie so oft jenem des Gegners anzupassen. Unsere 5-1-Deckung offenbarte zwar noch (zu) viele Lücken, doch dank dem offensiv ausgerichteten Spitz zwangen wir Arbon zu zahlreichen Fehlern und gewannen immer mehr Bälle, die wir für die schnelle Auslösung nutzen konnten. Und die klappte tatsächlich je länger je besser. Vor allem in der Schlussphase rollte die Welle mal um mal in Richtung gegnerisches Tor und endete oft mit wunderbar herausgespielten Abschlüssen. Am Ende standen für uns allein im zweiten Durchgang 18 Treffer zu Buche – und das, obwohl wir längst nicht alle Chancen verwerteten. Das zeigt, was für uns mit dieser Spielweise offensiv alles möglich wird. Steigerungspotenzial haben wir dafür in unserer 5-1-Deckung, die insgesamt noch zu viele unnötige Treffer zuliess. Zweifellos hätten wir zwar mit unserem bewährten 6-0-System deutlich weniger Gegentore kassiert – doch damit hätten wir wohl auch nicht so viele Bälle gewonnen.

Am Ende freuten wir uns über eine solide erste sowie eine richtig gute zweite Halbzeit, mit der wir uns den deutlichen Sieg verdienten. In diesem eigentlichen Test unter Wettkampfbedingungen haben wir am Sonntagmittag richtig viele Erkenntnisse gewonnen. Und auch die Freude ist wieder zurückgekehrt. Das Grinsen am Ende des Spiels war jedenfalls breiter denn je.

Ellä, 20. Februar 2012

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11.02.2012 / SG Unterland/Buchs-Vaduz - HC Bruggen 16:11 (8:5) / bzb, Buchs

HCB-Frauen: Freude vergessen, Faden verloren

Nun hat es uns auch in der Platzierungsrunde erstmals erwischt. Und zwar ziemlich unnötig. Das 11:16 auswärts gegen die SG Unterland/Buchs-Vaduz wäre an sich nämlich problemlos zu verhindern gewesen. Weil wir aber von zwei ziemlich schwachen Teams an diesem Samstagnachmittag das deutlich Schwächere waren, ging die Klatsche am Ende in Ordnung.

Irgendwo auf der langen Fahrt in die tiefsten Tiefen des Rheintals muss uns die Freude, die Konzentration und die positive Energie verloren gegangen sein. Wir begannen die Partie noch recht ansehnlich und lagen nach zehn Minuten mit 4:3 vorne, doch dann zog jemand den Stecker. Zwar standen wir defensiv sehr solid und hatten den Gegner eigentlich ziemlich gut im Griff – doch vorne brachten wir einfach gar nichts auf die Reihe. Ungenaue Pässe, technische Fehler oder überhastete Abschlüsse standen am Ende so ziemlich jeder Offensivaktion. Es schien, als hätten wir das ABC des Handballs komplett verlernt. Und trotzdem lagen wir zur Pause dank der guten Verteidigung nur mit 5:8 hinten und hätten noch alle Chancen auf den Sieg gehabt.

Leider aber knüpften wir im zweiten Durchgang nahtlos an unsere Leistung aus Halbzeit eins an. Hinten standen wir zwar sogar noch einen Tick besser als vorher, und Melissa hielt uns mit mehreren mirakulösen Paraden – sie wehrte unter anderem innert 15 Sekunden gleich zwei Siebenmeter ab – noch lange im Spiel. Doch vorne fanden wir trotz teils besten Chancen einfach das Tor nicht. Da passte es auch ins Bild, dass wir insgesamt gleich viermal per Penalty die Chance auf den Anschluss vergaben. Bis zur 50. Minute (7:12) fielen darum auf beiden Seiten kaum mehr Tore, doch dann öffnete sich das Skore noch einmal etwas. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn hatte sich dort aber für uns bereits zerschlagen. Die beste Szene des Spiels war sowieso der Moment, als nach 60 qualvollen Minuten endlich der Schlusspfiff erklang. Damit wurden beide Teams aus ihrer Lethargie erlöst.

Was wir an diesem kalten Februartag am meisten vermissen liessen, waren die Freude am Spielen sowie der Wille, uns miteinander in die Partie zu beissen und positiv zu bleiben. Es war wertvoll zu sehen, wie fragil unser Gefüge eben doch nicht ist – vor allem dann, wenn es einmal nicht nach Wunsch läuft. Darum nehmen wir diese ärgerliche Niederlage an. Irgendwann wird es auch gegen diesen Gegner klappen. Die Liste der offenen Rechnungen wurde am Samstag jedenfalls um eine Position erweitert. (me)

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04.02.2012 / HC Bruggen - KTV Wil 24:14 (14:6) / Athletik-Zentrum

HCB-Frauen souverän an die Spitze

Mit einem 24:14-Heimsieg gegen den vorherigen Leader aus Wil haben die HCB-Mädels am Samstag in ihrer Gruppe die Tabellenspitze übernommen. Die Basis zum Sieg legten sie dabei einmal mehr mit der starken Defensive: Nach dem 14:6 zur Pause war die Partie bereits entschieden.

Wie schon vor zwei Wochen gegen Brühl erwischten wir alles andere als einen optimalen Start. Diesmal lag es aber nicht an unserer Einstellung, sondern vielmehr an der Orientierung und der fehlenden Ruhe und Zuordnung auf dem Feld. Die 5-1-Verteidigung, mit der wir es diesmal von Beginn weg probierten, war das falsche Mittel. Wir liessen uns von der gegnerischen Hektik komplett anstecken, verloren die Übersicht und den Faden und überboten uns zu allem Übel auch noch gegenseitig mit unnötigen Fehlern in der Offensive.

Nach dem 3:3 nach acht Minuten brachen wir das Experiment darum ab und kehrten zurück zu unserer bewährten 6-0-Deckung – und die Umstellung zeigte sofort Wirkung. Die Mädels arbeiteten ganz grossartig zusammen und machten den Laden dicht. Vorne besserte sich das Geschehen von Minute zu Minute, und wir zogen kontinuierlich weg. Zuerst auf 7:3, dann auf 11:5 und schliesslich bis zur Pause auf 14:6. Nachdem uns am Anfang vor allem Silvia mit ihren Toren im Spiel hielt, kam unsere ganze Einheit immer besser in Fahrt und verschaffte sich schon früh einen entscheidenden Vorsprung. Am Ende trugen sich erfreulicherweise alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste ein.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit war dann irgendwie schnell erzählt. Wil konnte nicht reagieren, und wir konnten irgendwie auch nicht mehr. Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken war die Spannung weg, und das Geschehen plätscherte einfach vor sich hin. Wir verpassten es, unser Spiel durchzuziehen und vergaben so die Chance auf einen noch deutlich höheren Sieg. Den hätten wir uns aber an diesem Abend auch gar nicht verdient. Trotz des 24:14 war nämlich am Ende nicht alles Gold, was glänzte. Augenfällig war vor allem, wie wir uns im zweiten Durchgang komplett dem Spiel des Gegners anpassten, statt unseren eigenen Plan durchzuziehen. Dazu fehlte uns vor allem in der Offensive die nötige Ruhe und Geduld. Weil wir aber wirklich gut verteidigten, hatte das keine Auswirkungen. Positiv war auch die Tatsache, dass die Umstellung von Deckung auf Angriff immer schneller und besser funktioniert. Manchmal treffen wir in diesen Situationen zwar noch die falschen Entscheidungen, aber die gute Entwicklung ist deutlich sichtbar. Gegen Wil wurden wir dafür am Samstagabend gleich mit mehreren Treffern aus der ersten oder zweiten Welle belohnt. (me)

HCB: Katrin; Silvia (8), Rahel (3), Selina L. (2), Hannah (1), Tanja (2), Selina W. (2/1), Ivana (3), Sabine (3). – HCB ohne Antonia, Lara, Aisha, Melissa und Marina (alle abwesend).

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22.01.2012 / LC Brühl - HC Bruggen 18:23 (12:9) / Kreuzbleiche

Zuerst Flop, dann Top

Die 4.-Liga-Mädels des HC Bruggen sind mit einem 23:18-Erfolg gegen Brühl in die zweite Saisonhälfte gestartet. Nach ansprechendem Beginn brockte sich das Team mit einer ungenügenden Vorstellung bis zur Pause einen 9:12-Rückstand ein – zeigte in der zweiten Halbzeit aber eine beeindruckende Reaktion.

Rund eine Viertelstunde lang plätscherte das Spiel in der Kreuzbleiche vor sich hin, ohne dass sich an der Ausgangslage etwas geändert hätte. Brühl glich unsere 5:3-Führung bald wieder zum 6:6 aus, und irgendwie zeigten wir dabei so gar nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Unserer Verteidigung fehlte es an Leidenschaft und Emotionen, und vom erhofften Tempospiel, das wir erstmals in dieser Form anwenden wollen, war nicht einmal ansatzweise etwas zu erkennen. Als dann Katrin auch noch verletzt vom Feld musste, ging zusätzlich noch so etwas wie ein kleiner Bruch durchs Team, den die cleveren Brühlerinnen sofort zum Ausbau der Führung ausnutzten. Unser Fokus und unsere Gedanken waren irgendwo und überall – nur einfach nicht dort, wo sie sein sollten. Fehlpass hier, Ballverlust dort. Und so lagen wir zuerst 6:9, zur Pause dann mit 9:12 im Hintertreffen – und hatten uns diese Suppe mit unserem schwachen Auftritt gleich selbst eingebrockt.

Die Pause kam für uns genau im richtigen Moment, und der Weckruf in der Kabine verfehlte seine Wirkung nicht. Unser Team kam wie verwandelt auf das Feld zurück. In der Verteidigung wurde endlich gekämpft und zusammengearbeitet. Brühl fand gegen unser agiles und aggressives 5-1-System kein probates Mittel mehr – während wir die Ballgewinne nun konsequent für ein schnelles Konterspiel nutzten. So machten wir aus einem 9:13 innert wenigen Minuten ein 13:13, und gingen kurz darauf gar mit 19:15 in Führung. Die Brühlerinnen waren zu keiner Reaktion mehr fähig, während wir, angetrieben von den fanatischen Fans auf der Tribüne, unser Spiel durchzogen und vor allem aus der zweiten Welle heraus immer wieder erfolgreich waren. Dafür, dass wir dies erstmals so praktizierten, klappte es mit dem Tempospiel nach der Pause schon ganz erstaunlich. Am Ende stand für uns ein hart erkämpfter, aber hochverdienter 23:18-Sieg.

Fazit: Wir haben in der ersten Halbzeit einen Schuss vor den Bug bekommen, denn Brühl hat unsere Fehler rigoros ausgenutzt. Lerneffekt: Wir können es uns einfach nicht leisten, nur mit halber Leistung und ohne vollen Einsatz in eine Partie zu gehen. Dass wir es aber geschafft haben, den Schalter in der Pause doch noch umzulegen und den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen, war ganz grossartig. Das Kriegsbeil wurde nach der Pause doch noch ausgegraben... ;-)

Ellä, 23. Januar 2012

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29.10.11 / HC Bruggen - KTV Wil 27:15 (14:6) / Athletik Zentrum

Dank Traumstart zum Kantersieg

Dass wir stark verteidigen, wussten wir. Am Samstag haben wir nun auch angedeutet, was offensiv möglich ist. Das 27:15 zu Hause gegen den direkten Konkurrenten aus Wil war nicht nur verdient, sondern auch sehr beeindruckend. Vor allem die Startphase war etwas vom Besten, was unser Team bisher zeigte: Nach einer Viertelstunde stand es schon 9:0.

Dass es am Samstagabend im Athletik Zentrum eigentlich gar nie spannend wurde, war der Verdienst der unheimlich starken Teamleistung. Unsere Verteidigung war von der ersten Minute wach und aggressiv und arbeitete hervorragend zusammen – während unsere Offensive auch sofort auf Touren kam. Der Ball lief so gut wie lange nicht mehr, wir begingen kaum unnötige Fehler, und in der gegnerischen Deckung fanden sich immer wieder die nötigen Lücken. Dank unserer guten Chancenauswertung zogen wir Treffer um Treffer davon und liessen uns dabei auch von einem Time-out nicht aus dem Rhythmus bringen. Erst nach mehr als einer Viertelstunde musste die starke Katrin im Tor erstmals hinter sich greifen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir aber bereits neun Tore erzielt.

Was ganz speziell Freude machte: Der Erfolg war in unserem Team ganz breit abgestützt. Nicht weniger als zehn verschiedene Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein, und das Niveau blieb immer hoch, ganz egal, wer auf dem Feld stand. Alle trugen ihren wichtigen Teil dazu bei: Starke Einzelaktionen und schön herausgespielte Treffer wechselten sich gleichermassen ab, und so blieb unser flüssiges Angriffsspiel nur ganz schwierig auszurechnen. Weil wir in der Verteidigung nicht mehr ganz so konsequent zulangten wie noch zu Beginn, glich sich die Partie etwas aus, wobei wir aber das klar bestimmende Team blieben. In Gefahr gerieten wir sowieso nie mehr, dafür traten wir einfach viel zu sicher auf. Wil reagierte zwar nach der Pause und verkürzte noch einmal auf 15:8, doch dann zogen wir wieder auf 24:12 davon und räumten auch die letzten Zweifel aus.

Am Ende feierte das Team überschwänglich den Kantersieg, den es sich dank dem richtig tollen Auftritt selbst erarbeitet und absolut verdient hatte. Es sind genau diese Momente, die wir für die nächsten Spiele mitnehmen müssen. Auf dem, was wir an diesem Samstag gezeigt haben, lässt sich nämlich für die Zukunft aufbauen. (me)

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24.09.11 / Appenzell - HC Bruggen 8:14 (1:7) / Wühre Appenzell

Ein souveräner Auftakt

Die 4.-Liga-Frauen des HC Bruggen sind mit einem 14:8-Auswärtssieg in Appenzell in die neue Saison gestartet. Zwar funktionierte im Angriff bei den Brögglerinnen noch nicht alles wunschgemäss, doch dank einer sensationellen Defensivleistung schafften sie schon vor der Pause (7:1) die Entscheidung.

Den Unterschied in diesem typischen Auftaktspiel machte die Defensivleistung unseres Teams aus. Die HCB-Mädels bildeten in den ersten 30 Minuten eine aggressive und agile, fast lehrbuchmässige 6-0-Verteidigung, welche die Gegnerinnen vor unlösbare Rätsel stellte. Unterstützt von diesem tollen Verbund zeigte dahinter Melissa im Tor eine sensationelle Leistung. Mit mehr als einem Dutzend Paraden, darunter zwei Penaltys, kam sie in der ersten Halbzeit auf eine Quote von weit über 90 Prozent und trieb die Gegnerinnen zur Verzweiflung. Nur ein einziges Mal, nämlich in der 13. Minute, musste sie hinter sich greifen – ansonsten blieb der Laden dicht.

Da war es dann irgendwie gar kein grosses Thema, dass bei uns im Angriff vieles noch nicht wie erhofft klappte. Wir brachten im Rückraum viel zu wenig Druck in unsere Offensive, fanden den Rhythmus nicht und verhedderten uns oft in wenig aussichtsreichen Situationen. Weil Automatismen und Auslösungen noch nicht wirklich funktionierten, waren es zu Beginn vor allem Einzelaktionen, die zum Erfolg führten. Zwar auch nicht allzu oft, aber eben doch genug, damit die Partie zur Pause beim Stand von 7:1 entschieden war.

In der zweiten Halbzeit ging die Spannung etwas verloren und die Defensive arbeitete nicht mehr ganz so konsequent; in Anbetracht des Zwischenresultats war das aber irgendwie nachvollziehbar. Unser Rückraum kämpfte noch immer mit den gleichen Herausforderungen wie vorher, aber die wenigen Tore waren nun wesentlich schöner herausgespielt als noch im ersten Durchgang. Am Ende geriet der Erfolg nie in Gefahr, und die Brögglerinnen spielten die beiden ersten Punkte souverän nach Hause. (me)

HCB: Melissa/Katrin (ab 56.); Selina W. (2/1), Hannah, Selina L., Silvia, Tanja, Antonia (2), Rahel (5), Aisha (1/1), Ivana (2), Marina, Sabine (2), Lara.

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20.11.10 / Goldach-Rorschach - HC Bruggen 15:16 (5:6) / Wartegg Goldach

Ein Schuss ins Glück

Die HCB-Frauen gewinnen auswärts gegen Goldach-Rorschach mit 16:15 (6:5) und machen einen riesigen Schritt in Richtung Finalrunde. Den umjubelten Siegtreffer erzielt Ivana nach Ablauf der Spielzeit mit einem direkt verwerteten Freiwurf.

Eigentlich sprach nicht mehr viel für uns. Nur drei Minuten waren noch auf der Uhr, und Goldach-Rorschach führte scheinbar sicher mit 15:13. Es schien, als ob uns trotz heroischem Kampf am Ende erneut nicht mehr als eine ehrenvolle Niederlage bleiben sollte. Aber dann kam alles ganz anders. Unsere Mädels mobilisierten ihre letzten Kraftreserven, gaben nicht auf, und kämpften sich mit dem nötigen Glück noch einmal heran. 90 Sekunden vor Schluss kamen wir dank einem Fehler des Heimteams und der schnellen Reaktion von Yvonne zu einem Penalty und erzielten den Ausgleich. 60 Sekunden vor dem Ende holte Melissa den letzten Abschluss der Goldacherinnen mit einer irren Parade aus dem Winkel. Und die letzte Minute spielten wir im Angriff gekonnt herunter, ohne zu einer echten Torchance zu kommen – doch das war auch gar nicht nötig. Ivana schleuderte den Ball nach Ablauf der Spielzeit mit dem letzten Freiwurf über die gegnerische Mauer und via Lattenunterkante ins Netz. Ein unfassbares Tor, das uns die Türe zur Finalrunde weit aufgestossen hat.

19 Minuten ohne Gegentor
Es war das spektakuläre Ende eines bemerkenswerten Auftritts unseres Teams. Nach anfänglichen Problemen mit dem verharzten Ball – fünf unserer ersten sieben Angriffe landeten entweder in unseren Füssen, in den Händen des Gegners oder an den Wänden der Wartegg-Halle – bekamen wir die Partie und den Gegner immer besser in den Griff. Das 4:2 nach zehn Minuten sollte für lange Zeit der letzte Treffer des Heimteams bleiben. Unsere 6-0-Deckung stand hervorragend, und Goldach-Rorschach biss sich daran wiederholt die Zähne aus. Und bot sich den Goldacherinnen trotzdem mal eine Chance, wussten sie nicht allzu viel damit anzufangen. So führten wir kurz vor der Pause mit 6:4, kassierten dann aber durch eine kleine Unaufmerksamkeit noch einen unnötigen Gegentreffer.

Dem Rückstand hinterher gerannt
Zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigte das Heimteam eine Reaktion und zog gleich auf 9:7 davon. Unsere Mädels liessen sich aber auch dadurch nicht aus der Ruhe bringen und kämpften weiter. Zwar stand unsere Verteidigung nicht mehr ganz so kompakt wie noch vor der Pause, doch weil sich auch im Abwehrverbund der Goldacherinnen immer grössere Löcher offenbarten, entwickelte sich eine völlig offene Partie. Vor allem Yvonne und Selina Lehner, die zusammen 11 unserer 16 Tore erzielten, zeigten dabei ein tolles Spiel. Wir rannten aber immer noch dem Rückstand hinterher, den wir uns nach der Pause eingehandelt hatten. Und weil unsere Kraftreserven sichtlich schwanden, rückte der erhoffte Sieg in weite Ferne. Doch unsere Mädels holten noch einmal alles aus sich heraus, gaben den Glauben niemals auf und kämpften bis zum Umfallen. Was folgte, waren die unglaublichen letzten drei Minuten mit einem Happyend, wie es nur der Sport schreiben kann.

HCB: Melissa/Andrina; Yvonne (7/2), Marina (1), Sabine (1), Sara, Selina L. (4), Ivana (1), Tanja, Selina W. (2/1).

Ellä, 21.11.2010

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25.09.10 / SC Frauenfeld - HC Bruggen 28:24 (14:13) / Auenfeld Frauenfeld

Zum Auftakt viel Lehrgeld bezahlt

Die 4.-Liga-Mädels des HC Bruggen sind mit einer 24:28-Niederlage in Frauenfeld in die neue Saison gestartet. Die Brögglerinnen zeigten dabei zwar gute Ansätze, präsentierten sich im ersten Spiel aber noch zu wenig konstant, um den durchaus möglichen Sieg nach Hause zu bringen.

Nach einem offenen Schlagabtausch in der Startphase (7:7 nach 7 Minuten) entwickelte sich eine ausgeglichene und umkämpfte Partie zweier Teams auf Augenhöhe. Die Brögglerinnen zeigten offensiv eine ansprechende Vorstellung, arbeiteten aber in der Verteidigung zu wenig konsequent und kassierten zu viele vermeidbare Tore. So auch kurz vor der Pause: Der HCB hatte nach einem 11:13-Rückstand dank einem Zwischenspurt soeben wieder zum 13:13 ausgeglichen, musste dann aber mit der Pausensirene den Treffer zum 13:14 hinnehmen.

Diese Aktion stand irgendwie sinnbildlich für den gesamten Auftritt. Die Brögglerinnen waren zwar nahe dran, es fehlte aber irgendwie die letzte Konsequenz. So auch in der zweiten Halbzeit: Frauenfeld kam wacher aus der Kabine zurück und legte vor, und der HCB sah sich schon wieder mit einem Rückstand konfrontiert. Die Brögglerinnen kämpften zwar jederzeit weiter und blieben in Sichtweite (19:21), schafften aber den Ausgleich nicht mehr.

Trotz der 24:28-Niederlage dürfen die Mädels optimistisch in die Zukunft blicken. Im ersten Spiel bewies das neu formierte Team (trotz ungenügender Chancenauswertung) sein grosses offensives Potenzial, musste aber noch etwas Lehrgeld bezahlen. Vor allem in der Verteidigung harmonierten die Brögglerinnen nicht wie erhofft. Wie gross die gemachten Fortschritte aber bereits sind, zeigt ein Blick in die Statistik: Vor Jahresfrist hatten die Mädels gegen den selben Gegner noch diskussionslos mit 11:24 verloren.

HCB: Désirée/Andrina; Yvonne (8/1), Tanja (1), Sara, Selina W. (5/1), Ivana (1), Silvia (5/2), Marina (2), Sabine (2).

Ellä, 26.09.2010

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19.09.09 / HC Rheintal - HC Bruggen 19:13 (13:6) / Kanti Heerbrugg

Die Psyche als grösster Gegner

Die 4.-Liga-Frauen des HC Bruggen müssen auch nach dem vierten Saisonspiel auf ihren ersten Sieg warten. Auswärts gegen den HC Rheintal zeigten sie zwar erneut eine über weite Strecken gelungene Vorstellung, brachten sich aber mit einer schwachen Viertelstunde vor der Pause gleich selbst um den möglichen Erfolg und verloren am Ende zu deutlich mit 13:19.

Die Spiele gleichen sich: Viel Aufwand, gute Leistung – aber nur wenig Ertrag. Unser Frauenteam hat auch am Samstag im Rheintal bewiesen, wie gross die gemachten Fortschritte sind. Wir verfügen nun über ein Team, das jedem Gegner der Gruppe erfolgreich Paroli bieten kann. Sogar dann, wenn wie am Samstag zwei Leistungsträgerinnen nicht mit dabei sind. Dass es bisher dennoch nur zu einem Punkt (24:24 in Appenzell) gereicht hat, liegt vor allem daran, dass die Konstanz fehlt, eine gewisse Verunsicherung vorhanden ist und die Pace (noch) nicht über 60 Minuten durchgezogen werden kann. So geschehen auch in Heerbrugg: Nach einem ansprechenden Beginn und einer ausgeglichenen Startviertelstunde (5:7) fielen die Brögglerinnen in ein Loch und mussten den Gegner davonziehen lassen. Der routinierte, aber keinesfalls übermächtige Gegner fand in dieser Phase zu viele Löcher in der Bröggler Deckung vor und nutzte dies aus. Und weil unser Angriff zu statisch und zu ideenlos agierte, war der Rückstand bis zur Pause bereits auf sieben Tore angewachsen (6:13).

Was unser Team in dieser Saison aber auszeichnet, ist die Fähigkeit, aus solchen Situationen zu lernen, nicht aufzugeben und sich wieder ins Spiel zurück zu kämpfen. Und so kam auch in diesem Spiel eine beeindruckende Reaktion: Nach der Pause zeigten die Brögglerinnen vor allem in der Deckung eine starke Vorstellung und brachten den Gegner phasenweise der Verzweiflung nahe. Aus der starken Verteidigung heraus erhielt auch die Offensive mehr Sicherheit, und nach zehn Minuten ohne Gegentreffer waren die Brögglerinnen bereits wieder auf 10:13 herangekommen. Dann wurde es dem gegnerischen Trainer zu bunt und er bezog seine Auszeit. Die Rheintalerinnen zeigten darauf eine Reaktion und bauten den Abstand wieder auf fünf Tore aus. Die Hypothek aus der ersten Halbzeit wog für uns am Ende zu schwer – und eine Wende war nicht mehr möglich. Immerhin gewannen die Brögglerinnen die zweite Halbzeit mit 7:6 bewiesen sich damit gleich selbst, was eigentlich möglich gewesen wäre.

Dass uns derzeit die psychische Verunsicherung noch wiederholt einen Strich durch die Rechnung macht, ist zwar ärgerlich, aber nach einer Niederlagenserie wie derjenigen in der vergangenen Saison absolut erklärbar – unser grösster Gegner sind im Moment noch wir selbst. Neben dem einen Punkt in Appenzell haben die Brögglerinnen in den ersten vier Spielen aber auch die Erkenntnis gewonnen, auf dem richtigen Weg zu sein. Und dass wir uns mittlerweile nach jedem Spiel über die verpasste Siegchance ärgern, ist eigentlich auch ein gutes Zeichen – vor einem Jahr waren wir davon nämlich noch ziemlich weit entfernt.

Ellä, 20.09.09

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02.09.09 / TSV St. Otmar 2 - HC Bruggen / Athletikzentrum St. Gallen

Die Damen des HC Bruggen eröffneten die Saison 09/10 gleich mit einem Stadtderby gegen die zweite Mannschaft des TSV St. Otmar Frauen. Dabei resultierte eine deutliche 16:27-Niederlage. Das Resultat fiel aufgrund der gezeigten Leistung der Brögglerinnen zu hoch aus.

Die erste Halbzeit lässt sich in drei Teile aufteilen. Die Otmärlerinnen starteten stark und mit viel Tempo in die Partie. Sie wollten gleich aufzeigen, wer Chef auf dem Platz ist. Die Brögglerinnen versuchten das hohe Tempo mitzugehen, was zu vielen technischen Fehlern führte und somit den Gegnerinnen einfache Tore ermöglichte. Zudem machte der Ball ein bisschen viel Bekanntschaft mit der Torumrandung der Otmärlerinnen. Nach einem Time-Out kamen die Brögglerinnen aber besser ins Spiel und es gelang, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Die letzten 10 Minuten vor der Pause gehen unter das Kapitel "Bröggler Loch". Es gelang im Angriff kein Tor mehr. Dank einer guten Abwehrleistung konnte der Schaden noch einigermassen in Grenzen gehalten werden und man ging mit 5:14 in die Pause.

Was nach der Pause folgte, führte dazu, dass die beiden Trainer letzte Nacht vor Erstaunen wahrscheinlich noch mit offenem Mund geschlafen haben. Es war vermutlich die beste Leistung, die dieses Team je gezeigt hat. Im Angriff wurde mit hohem Tempo kombiniert und die Tore wunderschön herausgespielt. In der Abwehr wurde hervorragend gekämpft und miteinander gearbeitet, so dass die Gegnerinnen teilweise verzweifelten. Der Rückstand wurde immer kleiner. Leider war der Rückstand aus der ersten Halbzeit zu gross, um die Otmärlerinnen ganz aus dem Konzept zu bringen. Am Schluss fehlte dann etwas die Kraft, so dass der Gegner wieder etwas davon ziehen konnte und schliesslich die zu hohe Niederlage resultierte.

Mit dieser Leistung gegen einen starken Gegner, der mit einigen Spielerinnen angetreten war, die schon NLA-Luft geschnuppert haben, dürfen die Damen zu recht stolz sein. Man hat gesehen, dass das neue Verteidigungssystem funktioniert und auch die Moral intakt ist. Die Trainer sind überzeugt, dass mit solchen Leistungen und mit diesem Einsatzwillen der erste Sieg nicht mehr weit weg ist. Vielleicht bereist am Samstag in Goldach?

03.09.09/dm






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